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SchwachSuper 
Bilck auf dem Kultsjön

Auf der Wildnisstrasse vom Stekenjokk zum Kirchdorf Fatmomakke und zu den Trappstegsforsen.

Vom Stekenjokk geht unsere Wohnmobiltour auf der Wildnisstrasse weiter zu den Trappstegsforsen des Kultsjön.
Bei schönem Wetter verlassen wir das Stekenjokk. Am Ortsanfang von Klimpfjäll hat man einen sehr schönen erhabenen Blick auf dem Kultsjön. Hier im Ort Klimpfjäll besteht wieder die Möglichkeit zum Tanken und sich mit Lebensmitteln einzudecken. Alles im „HANDLARN“, VILDMARKSVÄGEN 1. Weiter geht es auf der Wildnisstrasse.  Wir müssen den Kultsjön über eine kleine Bogenbrücken überqueren. Ab jetzt sehen wir den 50 km² großen See auf der linken Seite. Schon bald (35 km vom Stekenjokk) erreichen wir das Hinweisschild Fatmomakke 7km

 

Bogenbrücken über den Kultsjön


Vom Stekenjokk zum Sami Kirchdorf Fatmomakke.

Spontan entschließen wir uns zu diesem kleinen Abstecher und verlassen die Hauptstrasse. Nach 7 km Schotterpiste ist die Strasse auch zu Ende und man steht vor einem gut besuchten Naturcampingplatz am samischen Kirchdorf Fatmomakke. Im Nachhinein weiß ich nicht mehr warum wir nicht hier in Fatmomakke auf dem Naturcampingplatz für 1-2 Nächte geblieben sind. Er liegt sehr schön unterhalb des Marsfjäll. Lachse, Saibling oder Forellen angeln oder Kanufahren, alles kein Problem. Der Gikasjön, Ransarån (Zulauf zum Kultsjön) fließt praktisch vor der Wohnmobiltür. Beim nächsten Mal werden wir hier sicherlich ein paar Tage verweilen und einige der vielen Wandermöglichkeiten in die Marsberge erkunden.  



Der kleine Kiosk ist der zentrale Punkt in Fatmomakke. Neben den üblichen Souvenirs wie Rentierfelle, Messer, Ansichtskarten usw. gibt es hier auch Müllbeutel, Angelerlaubniskarten, Auskunft über das Wetter, Wanderwege und die Campinggebühren werden hier auch bezahlt. Das eigentliche Kirchdorf der Samen liegt auf der anderen Flußseite. Wir gehen also über die Brücke zur Kultstätte. Das Kirchdorf Fatmomakke ist ähnlich dem in Ankarede. Auch hier haben Missionare im 17. und 18. Jahrhundert versucht Samen in die Religion des Christentum aufzuzwingen. Wir sehen uns die Kirche und die umliegenden Häuser und Kotas an. Vereinzelt sind die Häuser offen und man kann sie auch von innen besichtigen. Die Menschen die in diesen Häusern wohnten müssen alle sehr klein (ca. 1,5 Meter) gewesen sein. Die Räume haben sehr niedrige Decken und die Betten sind auch nur 1,60 Meter lang. Nach soviel Kultur fahren wir zurück auf die Wildnisstrasse. Unser Ziel sind die Trappstegsforsen.


Von Fatmomakke zu dem Kaskaden - Wasserfall Trappstegsforsen.

Zurück auf dem Vildmarksvägen durchfahren wir schon bald den kleinen Wintersportort Säxnäs. Im Säxnäs sehen wir eine Tankstelle und einen Campingplatz. Vom Säxnas zu den Treppenwasserfall sind es noch ca. 7 km auf der Wildnisstrasse. Schon von weiten sehen wir auf der linken Seite einige Wohnmobile auf dem Parkplatz am Trappstegsforsen. Der Rastplatz liegt direkt am Wasserfall. Diesmal ist es nicht die Höhe des Wasserfalls die uns so beeindruckt, sondern die Vielzahl der breiten Stufen von denen das Wasser herunter fällt.

 

Bogenbrücken über den Kultsjön

Trappstegsforsen der Kaskaden Wasserfall an der Wildnisstrasse

Trappstegsforsen, ein Wasserfall, der sich im Laufe der Zeit treppenartig durch die Felsen gewaschen hat.
Gegenwärtig fliesst das Wasser des Kultsjön auf breiter Front über unzählige Stufen den Fels hinunter.
Mit etwas Glück steht das Wohnmobil auf dem Rastplatz in der ersten Reihe. So ha tman einen schönen Blick auf dem Wasserfall. Ausser dem Wasserfall, einer Grillkoga (Imbiss) und jeder Menge Landschaft haben wir nichts entdeckt. An der Grillkoga essen wir typisch schwedisch „Sybilla“ Burger mit Pommes. Da es schon dem Abend entgegen geht übernachten wir hier auch.



Für uns ist die Wohnmobiltour auf dem Vildmarksvägen schon fast zu Ende. Am nächsten Morgen fahren wir die ca. 85 km bis nach Vilhelmina. Und ab Vilhelmina geht unser Lappland Tour weiter über den Polarkreis nach Jokkmokk bis zum Muddus Nationalpark.


 

Infos zu Fatmomakke

Die Sami Begegnungstätte liegt am Fuße des Marsfjällen die höchsten Berge Süd Lappland (Sampi). Fatmomakke bedeutet „umarmen“. Es handelt sich um eine Begegnunsstätte der Sami mit einer langen Geschichte. Hier wo die Flüsse Ransaran und Saxan in den Kultsjön fließen trafen sich die Samen schon vor vielen hundert Jahren immer wenn sie Ihre Rentiere von den Bergen in die Wälder trieben. Im Zuge der Christianisierung entstand hier ein Kirchdorf. Ein Kirchdorf ist eine Ansammlung von Gebäuden wo die Menschen übernachten konnten wenn sie die Kirche besuchen wollten. Die Samen wohnten nicht hier sondern trafen sich hier um zur Kirche zu gehen und Feste zu feiern. Zu Mittsommer treffen sich hier immer noch jedes Jahr die Rentierzüchter und feiern die Sommersonnenwende. In den Sommermonaten kann man für 40,00 Kr. pro Person an einer der drei Führungen am Tag teilnehmen.

Infos zu Naturcampingplatz

Die Lage unterhalb des Marsfjäll und direkt am Zulauf des Kultsjön ist schon sehr schön. Wer keinen Strom benötigt kann einfach geradeaus weiterfahren und sich unterhalb des großen Parkplatzes am Wasser hinstellen
GPS: N 65.087622 E 15.139278 Alternativ gibt es auch noch Womo-Stellplätze rechts neben dem Kiosk (man sieht diese auf dem Bild). Hier kann man auch einen Stromanschluss bekommen. GPS: N 65.087231 E 15.133274
Preise: 60 Kr ohne und 100 Kr. mit Strom. V+E ist möglich. Entsorgung für Chemie Toilette haben wir nicht gesehen.

Info Klimpfjäll

Der Ort Klimpfjäll wurde Ende der 1820er-Jahre vom Jonatan Björklund gegründet. Da der Ort nur ca. 20 km von der Grenze zu Norwegen entfernt ist würde von Klimpfjäll aus viel Handel mit Norwegen betrieben (praktiziert). Der Norgefarargården (GPS: N 65.062275, E 14.795213) ist ein unter Denkmalschutz stehendes Gebäude aus der Gründerzeit Klimpfjäll. Hier übernachten die Händler auf ihren Reisen von und nach Norwegen. Als in den 1970er und 80er Jahren das Bergwerk am Stekenjokk noch in Betrieb war wohnten die Arbeiter in Klimpfjäll. Heute ist Klimpfjäll ein kleiner schwedischer Wintersportort. Klimpfjäll ist umgeben von hohen Bergen. im Norden das 1400 hohe Fjällfjället, im Südenosten die 1470 hohen Norra Borgafjällen und im Osten sind die 1590 m hohen Marsfjällen. Wer nach Westen Richtung Norwegen fährt kommt in den Börgefjäll Nationalpark.

ÜbernachtungsTipps

Naturcampingplatz „Fatmomakke“ Dieser schöner Naturcampingplatz liegt direkt am Wasser. Es besteht die Möglichkeit zum Kanufahren, Angeln und Wandern im Marsfjäll. 
Trockenklo, Feuerstelle, Bademöglichkeit, Preis: 60 SEK ohne 100 SEK mit Strom.
GPS: N 65.087231 , E 15.133274

Trappstegsforsen: Parkplatz direckt am  Wasserfall.
Trockenklo, Picknickbänke, Feuerstelle Imbiss.  GPS: N 64.955467 , E 15.465969
Der Imbissbetreiber hat auch einen Naturcampingplatz. Infos im Imbiss.
Auf der gegenüber liegenden Straßenseite kann man auch sehr gut Übernachten.
GPS: N 64.955716, E 15.462182 




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