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SchwachSuper 

Das unbeständige Herbstwetter nutzten wir für ein paar Tage Wanderurlaub im Harz. Wir entschlossen uns kurzfristig auf den höchsten Berg im Norden Deutschlands, auf den Brocken zu wandern. Über das Programm für die nächsten Tage herrscht schnell Einigkeit. Brockenwanderung, entspannen im Thermalbad und je nach Wetter ein paar kleinere Wanderungen. Also fuhren wir nach Bad Harzburg.

In Bad Harzburg gibt es einen Wohnmobilstellplatz, wir können von hieraus direkt auf den Brocken wandern. Ausserdem hat Bad Harzburg hat ein Sole-Thermal-Bad.
Den Wohnmobilstellplatz haben wir schnell gefunden. Er liegt im südlichen Teil von Bad Harzburg nicht weit entfernt von der Sole-Therme an der B4. Der Wohnmobilstellplatz liegt sehr zentral und hat eine gute Ausstattung. Strom, V+E, Hexenstübchen mit Brötchen-Service usw. Als Manko empfanden wir die zum Teil sehr schmalen Stellplätze und den nicht zu unterschätzenden Lärm von der sehr stark befahrenden B4. Der Steinbruch ist nur ca. 2 km entfernt und dorthin fahren gefühlt unzählige LKWs.

Wohnmobilstellplatz in Bad Harzburg an der Sole Therme

Wege zum Brocken

Grundsätzlich gibt es viele Wege zum Brockengipfel. Zu Fuß, so werden wir den „Berg der Deutschen“ erreichen, mit der Brockenbahn (Schmalspurbahn) oder was wir immer mehr sehen, mit dem Mountainbike.
Wer nicht so gut zu Fuß ist oder einfach mal mit einer historischen dampfbetriebenen Schmalspurbahn fahren möchte hat die Möglichkeit von Schierke zum Brockengipfel zu fahren. Die Brockentour mit der Schmalspurbahn ist allerdings nicht ganz preiswert. Erwachsene zahlen 32 Euro und Kinder 16 Euro für die Hin- und Rückfahrt. Für ca. 80 Euro gibt es auch ein Familien-Ticket. Bei schönem Wetter bestimmt ein interessantes Erlebnis mit der schnaufenden dampfbetriebenen Schmalspurbahn durch die Harzer Wälder zu fahren. Wir hatten leider das Pech,dass es sehr nebelig war. Wir konnten die Brockenbahn nicht einmal sehen, wie hörten nur das Pfeifen der Dampflock.


Der Teufelsstieg: Wanderung von Bad Harzburg zum Brockengipfel und alternativ bis zur Eckertalsperre.

Trotz des unbeständigen Herbstwetters haben wir uns für den längsten (13,5 km) und schwersten Aufstieg zum Brocken entschieden. Der sogenannte Teufelsstieg. Wir starten am Wohnmobilstellplatz und gehen vorbei an der Burgberg-Seilbahn zum Märchenwald. Von hieraus folgen wir der Beschilderung Molkenhaus und Eckertalsperre. Der Weg vom Molkenhaus durch das Eckertal führt uns durch schöne herbstliche Wälder. Es geht leicht bergab und wir fragen uns warum man diesen Weg Teufelsstieg nennt. Wir wandern jetzt auf der  linken Seite des alten Grenzbaches Ecker durch das Schluchtwald-Biotop. In diesem Biotop wird die Natur sich selbst überlassen. Nach kurzer Zeit erreichen wir dann auch schon die Eckertalsperre. Hier auf der Staumauer der Eckertalsperre verlief früher einmal die innerdeutsche Grenze.



Alternative zur Wanderung zum Brockengipfel

Wer nicht bis zum Brockengipfel wandern möchte kann von der Eckertalsperre auf der anderen Bachseite zurück zum Molkehaus laufen. Die einfache Entfernung Molkehaus / Eckertalsperre sind ca. 3 km. Von / bis zum Molkehaus kann man mit dem Bus (Linie 875) nach Bad Harzburg fahren.

Von der Staumauer wandern wir weiter entlang der Talsperre bis zur Rangerstation Scharfenstein. Die Rangerstation ist eigentlich bewirtet, aber heute leider geschlossen. Von hieraus geht es nur noch bergauf bis zum Brockengipfel. Und das ist auch der unangenehme Teil der Wanderung. Nicht, weil es steil bergauf geht, sondern weil man ab der Rangerstation Scharfenstein nur noch über die alten Kolonnenwege läuft. Über diese Wege aus Betonpflaster fuhren früher die DDR Grenztruppen mit ihren Fahrzeugen.


Das Laufen über diesen historischen Betonweg ist nicht gerade angenehm. Das ist auch der Grund, mag der Weg auch noch so geschichtsträchtig sein, warum ich den Teufelsstieg von Bad Harzburg zum Brockengipfel nur wirklich laufstarken Menschen empfehlen kann. Doch auch dieser Anstieg ist nach ca. 3,5 km zu Ende und man sieht, wenn es nicht so nebelig wäre, das Brockenhaus, die Brockenbahn und hätte einen wunderschönen Panoramablick über den Harz. Wie man aber auf den Bildern sieht, ist das Wetter sehr wechselhaft. Alle Bilder wurden am selben Tag aufgenommen. Wir stärken uns beim Brockenwirt und gehen dann auf dem gleichen Weg zurück zum Wohnmobil-Stellplatz. Der Weg zum Brockengipfel ist gut ausgeschildert. Den Teufelsstieg kann man ohne Karte und GPS gut erwandern. Dennoch gibt es unten einen Link mit GPS Daten für den Teufelsstieg, so wie wir ihn erwandert haben.


GPS:
Der Teufelsstieg von Bad Harzburg zum Brockengipfel (kml)





Kommentare   

Woick, Horst
+1 # Woick, Horst 2014-07-24 19:12
Ja, der Weg ist in sich "teuflisch", aber es gibt immer eine Steigerung! Das Neueste und Härteste ist der ergänzte Teufelsstieg von ELEND auf den Spuren von Dr. Faust und Mephisto (Goethes Faust, Walpurgisnacht) über die Schnarcherklipp e und durch das Eckerloch auf den Brocken und nach Bad Harzburg herunter auf dem schon beschriebenen Teufelsstieg. Eine teuflich gute Tour!!!
B Lange
0 # B Lange 2014-07-25 15:43
Hallo Horst Woick,
vielen Dank für den teuflischen Wandertipp. Die Wanderung von Elend bzw. von Schierke auf den Brocken und dann zurück nach Bad Harzburg werden wir bestimmt mal ausprobieren. Problematisch ist allerdings, dass es meines Wissens nach keine Busverbindung von Bad Harzburg nach Schierke oder Elend gibt.

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